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Empfänger für atmosphärische Impulsstrahlung (Sferics-RX) von Karl Schedler (DC2MP) |
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AIS atm. Impulsstrahlung (Sferics):
Entstehung und Eigenschaften |
Sferics sind
natürliche VLF (very low frequency) Signale, welche in der Atmosphäre im
Wesentlichen durch elektrische Entladungen entweder zwischen
Wolkenschichten oder als Blitze zwischen Wolken und Erde entstehen.
Dabei sind kurzzeitig nicht unerhebliche Stromstärken im Spiel, welche
ein Magnetfeld erzeugen was sich über weite Strecken als
elektromagnetischer Impuls ausbreitet. Diese kurz als Sferics
bezeichneten Impulse sind im Prinzip über viele hundert Kilometer
messbar. Die Feldstärken sind sehr gering und bewegen sich, je nach
Entfernung vom Entstehungsort, im Bereich von einigen uV/m bzw.
Magnetfeldstärken einigen mA/m oder Magnetflussdichten von einigen pT
bis 100 nT. Der interessierende Spektralbereich liegt zwischen 0 ... 30
kHz. Die Sferics ermöglichen durch geeignete Antennen herannahende
Wetterfronten bereits einige Tage im voraus zu erkennen. Da die
magnetische Komponente bedeutender ist, wird häufig die
Magnetflussdichte in nT (NanoTesla) angegeben. Für die Aussagekraft der
Sferics-Aktivitäten kommt es aber nicht so sehr auf die Feldstärke an,
als vielmehr auf die Häufigkeit und den spektralen Anteil. ![]() Biotrope Wirkung der Sferics: Die linke Darstellung zeigt ein typisches Impulsbild eines Sferics in der Zeitdomände und den Anteil im Spektrum. Während meiner Zeit (1978-1984) als wiss. Mitarbeiter am Max-Plank-Institut für Biochemie, Abteilung experimentelle Medizin wurden auch unter anderem einige Studien unternommen, welche die biotrope Wirkung der Sferics näher erforschen sollten. Eindeutig nachgewiesen konnte der Einfluss der Sferics auf Dichromat-Gelatine-Schichten. Damals wurde Dichromat-Gelatine aus natürlichem Kollagen hergestellt, das sind Eiweiß-Fasern, die im fast allen tierischen und menschlichen Bindegeweben vorkommen. Bei bestimmten Sfercis-Aktivitäten war eine deutliche Quellung der Kollagenschicht zu beobachten, obwohl alle Umgebungsparameter wie Temperratur, Feuchte und Luftdruck absolut konstant gehalten wurden. Hans Baumer hatte diesen Effekt schon in den 1960er Jahren entdeckt. Weiters konnte eine signifikante Korrelation bestimmter AIS Aktivitäten mit der Häufigkeit von epileptischen Anfällen einer beobachteten Patientengruppe festgestellt werden. Auch das Auftreten von Hörstürzen zeigte eine auffällige Abhängigkeit der Sfervics-Aktivitäten. Auch an der TU München und an der Uni Giessen wurde an dem Thema geforscht. Trotz der geringen Feldstärke gibt es also nicht von der Hand zu weisende Hinweise, dass diese Impulsfelder und deren Frequenzanteil auf Proteine und neuronale Strukturen einen Einfluss haben können. Was durchaus die sog. "Wetterfühligkeit" vieler Menschen
erklären könnte. Auch die Tatsache, dass die "Wetterfühligkeit" auch
schon vorher auftritt, obwohl sich die Wettersituation vor Ort noch gar
nicht geändert hat, ist durch die Ausbreitungseigenschaften der
elektromagetischen Wellen plausibel. Auch wenn die biotrope Wirkung der Sferics nicht allgemein wiss. anerkannt ist, die Bedeutung für die Vorhersage von Wetterfronten in der Hochseeschifffahrt war in den 1980er Jahren, als die Satelliten gestützten Wettermodelle noch nicht so genau waren, sehr groß. Ich hatte damals Hans Baumer bei der Entwicklung eines kompakten Sferics-Detektors für die Hochseeschifffahrt untersützt, der vielfach mit Erfolg eingesetzt wurde. Im rechten Diagramm sind Häufigkeiten der Spektralanteile von 38810 gemessenen Impulsen in den Jahren 1980 bis 1984 dargestellt. (Quelle: Baumer, Sönning 2002) CD-Sferics a.t.B. (AIS) Impulsspektren und deren Herkunft (Auszug):
•10
kHz und horizontaler Luftströmung unter überwiegend
stabiler
Luftschichtung,
•28
kHz und hochreichender Vertikalturbulenz bei
labiler
Luftschichtung,
•10+8
kHz und Zufuhr wärmerer Luft, z.B. erwärmter Meeresluft polaren
Ursprungs,
•10+8+4
kHz und verstärkter Zufuhr z.B.
subtropischer
Warmluft vor Warmfronten
•10+12
kHz und Zufuhr kälterer Luft, z.B.
polarmaritimer
Luftmassen an Frontrückseiten,
•10+6+12
kHz und Zufuhr
labil
geschichteter Kaltluftmassen aus nördlichen Breiten.
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| Konzept Versuchsaufbau Sferics-RX |
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In einem ersten Ansatz soll das
Frequenzspektrum von 0...30 kHz erst mal in zwei Bänder getrennt
detektiert werden. Und zwar In das 10kHz und in das 28kHz-Band. Obiges Blockschaltbild gibt die Signalverarbeitung für den Sferics-RX wieder. Von der Antenne bzw. Magnetfeldsensor wird die induzierte Klemmenspannung verstärkt und dann teilt sich der Signalweg auf und wird zum einen über einen aktiven 2-stufigen Tiefpassfilter (0...14 kHz) geführt und nochmals mit ca. 20dB verstärkt. Zum anderen über ein aktives 3-stufiges Bandpass-Filter (15...30 kHz) welches den Spektralbereich um 28 kHz ausfiltern soll. Beide Filterausgänge gehen getrennt auf eine einfache Peak-Hold-Schaltung die über einen Kondensator das Signal für eine bestimmte Zeitkonstante halten, damit der Microcontroller die Spannungen abtasten kann. Zusätzlich wurde noch nachträglich für beide Bänder getrennt eine LED-Bargraph-Anzeige mit vorgesehen. Der Arduino Controller hat einen integrierte LoRaWAN Schnittstelle, die auf 868 MHz konfiguriert ist. Die Daten werden alle 2 Minuten gesendet. Die Messages werden regelmäßig von zwei im Umkreis von 10 km entferneten LoRaWAN Gateways empfangen, die mit dem TTN (The Things Network) Server verbunden sind. Auf dem eigenen Server läuft ein VB-Script, der in Abstand von 2 Minuten die neuesten Daten vom TTN-Server Storage abholt, konvertiert und archiviert. Ein Anwendungsprogramm, dass für die Visualisierung von Wetterdaten konzipiert wurde, importiert zusätzlich die Daten und stellt diese auf einem Webserver zusammen mit Daten der eigenen Wetterstation am Standort und auch mit der Wetterstation des HamNet-Umsetzers DB0KS (http://db0ks.dc2mp.de) am Söllereck (1200 ü.NN) zur Verfügung. |
| Versuchsaufbau |
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| Stromversorgung des Sferics-RX: | |
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Um einen autarken Betrieb des Sferics-RX zu
gewährleisten wird ein einfaches Solar-Power-Pack verwendet.
Material Monokristallines Silizium, Hartglas, ABS-Kunststoff Produktabmessungen 16,5 x 2,5 x 16,5 cm Outdoor-Schutzart IP65 Schnittstelle USB-Stromversorgungs-Kabel USB-A auf Mini-C Power-Pack Akku 6 Ah Ausgangsspannung/Strom 5Vdc / 1A Montage Mastmontage mit KabelbinderLeider hat sich herausgestellt, dass die Kapazität des Power-Packs nicht ausreicht, um längere Zeitspannen von Tagen mit bedecktem Heimmel und Nächten zu überbrücken! Es muß also noch an einer besseren Lösung gearbeitet werden. |
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Backup-Akku: Als Backup wird ein handelsüblicher LiPO Akku verwendet. Der Akku hat eine Nennspannung von 3,7V verwendet. Der Arduino Microcontroller MKR WAN besitzt eine integrierte Power-Management Funktion, der den direkten Anschluss des Akku am Board ermöglicht. Der Akku wird automatisch wenn die Hauptversorgung mit 5V vorhanden ist geladen und übernimmt bei Ausfall die Versorgung des Controllers mit 3,3V für eine gewisse Zeit. Die Überbrückungszeit des der LiPO Backup Batterie hängt im wesentlichen auch von der Hauptversorgung ab. Ist diese schwach, dann wird der Akku nicht ausreichend geladen. Außerdem sind die LiPO empfindlich gegen Tiefentladung und erreichen dann kaum noch die erforderliche Kapazität. |
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Microcontroller zur Daten-Erfassung und LoRa WAN Kommunikation |
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Mit
dem Arduino MKR WAN 1310 hatte ich schon beim Aufbau einer USV für den
HamNet-Umsetzer DB0KS auf dem Söllereck bei Oberstdorf sehr gute
Erfahrungen gesammelt. Der Controller läuft dort seit 2021
problemlos und sendet alle 5 Minuten die Betriebsdaten. Für schnelle Signale ist die Geschwindigkeit des Controllers zwar nicht berauschend, aber dadurch, dass die Empfangenen Impulse durch eine Peak-Hold Schaltung kurzeitig gehalten werden, genügt das vollauf. Der Controller hat mehrere Digitale und analoge Eingänge und digitale Ausgänge. Gebraucht werden hier nur drei analoge Eingänge. A1 = Signalamplitude 10 kHz Band A2 = Signalamplitude 28 kHz Band A3 = Versorgungsspannung vom Solar-Power-Pack Zum Schutz der analogen Eingänge muss allerdings eine Z-Diode am Eingang über einen Schutzwiderstand verbaut werden. Die Versorgungsspannung von 5V muss über einen Spannungsteiler, der grob kalibriert ist, geführt werden. Der MKR WAN hat ein LoRaWan Modul, welches hier auf den Bereich Europa 863-870 MHz (SF12 for RX2) Spec. 1.0.2 konfiguriert ist. Der Controller sampled die mit einem geschätzten Abtastintervall von ca. 200 Microsekunden die zwei Signaleingänge ab und speichert jeweils den höchsten Wert solange ab, bis 2 Minuten abgelaufen sind. Danach wird noch die Versorgungsspannung abgetastet, die Eingangssignalwerte über die Kalibrierfaktoren auf die Einheit der Magnetflussdichte in NanoTesla konvertiert und in die Payload Message gepackt und abgesendet. Die Gateways in der Umgebung sind mit dem TTN Server (Sandbox) verbunden. |
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| Datenflussplan: | |
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| Anzeige der Daten auf der Webseite der Wetterstation (http://db0ks.dc2mp.de/WX) | |
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Links ist das Outfit der Daten der letzten 24h im Diagramm dargestellt.
Rechts das Outfit der Archivdaten jeweils für einen Tag und zusätzlich
gibt es eine Darstellung der Diagramme über eine ganze Woche. In den
Archivdaten ist auch die parallel gemessene Betriebspannung zu sehen. Direkter Link zu den Daten: Sferics-RX |
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| Magnetfeld-Sensor (Loop Antenne) | |
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Die Sferics Impulse sind VLF Wellen wo die magnetische Komponente
dominierend ist. Selbstverständlich wären auch Langdraht-Antennen
möglich. In diesem Fall war es einen Versuch Wert mit einer magnetischen
Spule als Sensor zu arbeiten. Grundsätzlich ist die von einem magnetischen Wechselfeld induzierte Leerlaufspannung in einer flachen Spule linear proportional der Magnetflussdichte und der Frequenz in der Spule. Umso stärker je größer die umschlossene Fläche und die Anzahl der Windungen. Um nicht zu viele einzelne Windungen wickeln zu müssen, habe ich ein mehradriges nicht abgeschirmtes und nicht verdrilltes Steuerkabel verwendet und die einzelnen Adern an den Kabelenden so miteinander verbunden, dass durchgehende Wicklungen entstehen. Die erste Ader und die letzte jeweils herausgeführt. Das Steuerkabel selbst ist noch einmal in mehrere Schleifen gelegt. Zur mechanischen Stabilisierung sind die Kabelschleifen an einen Hula Hoop Reifen aus Kunstoff mit Kabelbinder befestigt. Das Steuerkabel hat in diesem Fall 10 Adern und mit den 9 Schleifen ergibt sich eine Spule mit 90 Windungen. Der Reifendurchmesser hat 80 cm, das ergibt eine umschlossene Fläche von ca. 0,5 qm. Das ganze sieht dann so aus, wie im Foto rechts zu sehen ist. Die erste und letzte Ader ist jeweils mit einer BNC Buchse verbunden und wird über Koax-Kabel (RG58) an den Eingang des Sferics-RX angeschlossen. Theoretisch ist die induzierte Leerlauf-spannung U0 [V] von der Magnetflussdichte B [T] und der Frequenz f [Hz] abhängig. Als Multiplikator dienen die baulichen Eigenschaften der Antenne (bzw. Magnetspule) mit der Windungszahl N und dem Durchmesser D [m] der flachen Wicklung und damit der umschlossenen Fläche. Der Zusammenhang zwischen Magnetflussdichte und der magnetischen Feldstärke H [A/m] ist durch die Permeabilität des freien Raumes und der relativen Permeabilität gegeben. Letztere ist im Fall der Luftspule gleich 1. ![]() |
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| Elektrische Eigenschaften des Magnetfeld-Sensors: | |
Nach der Theorie könnte man annehmen, je mehr umschlossene Fläche und je mehr Windungen, desto mehr Antennenspannung.
Leider ist die induzierte Leerlaufspannung nicht das, was man an der
Eingangs-Klemme des Empfängers bekommt. Rechts
ist ein vereinfachtes Ersatzschaltbild für den Magnetfeld-Sensor als
Luftspule dargestellt. Die Klemmenspannung UK [V] ist dabei von der
Eingangsimpedanz des Empfängers und der Impedanz der Spule abhängig.
Letztere setzt sich zusammen aus dem frequenzunabhängigen
Gleichstromwiderstand der Kabelwicklungen, der frequenzabhängigen
Impedanz der Induktivität und der frequenzabhängigen Impedanz der
parasitären Kapazität. Die parasitäre Kapazität der Spule ist
unerwünscht und ergibt sich zwangsläufig aus der Geometrie und der
Isolation der Kabelwicklungen etc.. Die parasitäre Kapazität wäre sehr
kompliziert theoretisch zu berechnen. Im Prinzip lassen sich diese Eigenschaften relativ einfach entweder mit Hilfe eines VNA (soweit für den niedrigen Frequenzbereich geeignet) oder mit Hilfe eines bekannten Messwiderstandes, einem Signalgenerator und einem 2-Kanal-Oscillograph ausmessen. ![]() Die Induktivität L in [H] kann mit einer Näherungsformel auch theoretisch abgeschätzt werden: Dabei geht die Wicklungszahl N, der Durchmesser der Spule DL [m], sowie der Durchmesser des Wicklungsdrahtes dD [m] ein. Da man die gesamte Impedanz der Magnetfeld-Spule kaum komplett theoretisch berechnet werden kann, habe ich sie mittels Signalgenerator, Messwiderstand und 2-Kanal-Oscillograph ausgemessen. ![]() Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus: Wie man sieht, liegt noch innerhalb des interessierenden Bereichs von 0...30kHz eine deutliche Resonanzstelle. Das ist der parasitären Kapazität geschuldet. Das ist im Prinzip ungünstig, sollte doch die Impedanz möglichst im interessierenden Frequenzbereich und im Verhältnis zur Eingangsimpedanz des RX möglichst geringe Frequenzabhängigkeit zeigen. Unterhalb der Resonanzfrequenz dominiert die Induktivität und der Gleichstromwiderstand. Oberhalb der Resonanz dominiert die parasitäre Kapazität. Aus dem Messungen läßt sich grob die tatsächliche Induktivität und die parasitäre Kapazität quantitativ bestimmen: Meßergebnisse der Loop: Wirkwiderstand: ca. 27,5 Ω Induktivität: ca. 23 mH paras. Kapazität: ca. 1,2 nF
Fazit: Es muß also noch an einer besseren Lösung gearbeitet werden.
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| Kalbrierung der Magnetfeld-Sonde | ||||||||
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Wie bereits erwähnt, ist die in der Magnetspule induzierte Spannung
proportional zur Magnetflussdichte und zur Frequenz. Leider ist aber die
induzierte Leerlaufspannung nicht direkt abgreifbar. Da auch die Impedanz der Spule frequenzabhängig ist und die einzelnen Impulse in diesem Fall nur grob in zwei Frequenzbänder eingeteilt werden, muss man in sehr grober Näherung mit einer mittleren Impedanz in den beiden Frequenzbändern ausgehen. Aus den mittleren Impedanzen kann man dann die Eingangs-Klemmenspannung am Empfänger ermitteln in Abhängigkeit von der Magnetflussdichte - hier ebenfalls mit der Mittenfrequenz der beiden Bänder. Für den Betrag der Amplitude der Eingangs-Klemmenspannung UK in Abhängigkeit der Quellen-Leerlaufspannung U0 und der Klemmen-Impendanz (Eingangs-Impedanz und parasitäre Kapazität) ZK sowie der Impedanz ZL der Magnetfeld-Spule (jeweils für die mittlere Frequenz der Filter-Bänder) gilt: ![]() Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus: Da es sich um Impulse handelt und die Peak-Hold Schaltung über eine Zeitkonstante läuft, muss die Bewertung der Verstärkung der Filter zusammen mit Peak-Hold anders ermittelt werden, also über ein Sinus-Signal. Dazu wird als Testsignal jeweils eine gedämpfte Schwingung mit der jeweiligen mittleren Frequenz verwendet. Aus den Tests ergibt sich dann ein äquivalenter Verstärkungsfaktor im 10 kHz Band von ca. 106 (40dB) und im 28 kHz Bereich ca. 35 (31 dB). Daraus ergibt sich dann der Faktor für die Umrechnung der am Peak-Hold anstehenden Spannung in Magnetflussdicht [nT]. |
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| DCF77 als Referenz: | ||||||||
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Der Zeitdienst DCF77 ist nahezu überall zu empfangen. Durch die
Tatsache, dass eine ständige Empfangstation des vom DARC betriebenen
ENAMS System direkt an meinem
Home-QTH installiert ist, besteht die
möglichkeit einer absoluten Referenz mit bekannter Feldstärke. ENAMS
misst die elektrische Feldstärke im Bereich 50 kHz bis 30 MHz
kontinuierlich mit einer Genauigkeit von 1dB. In diesem Fall kann man
näherungsweise von Fernfeldbedingungen ausgehen und die elektrische
Feldstärke in magnetische Feldstärke und damit in Magnetflussdichte
umrechnen. Die elektrische Feldstärke ist nahezu konstant am Standort mit +60dBuV/m zu empfangen. Über folgende Formel kann dann die Magnetflussdichte des Sendersignals
bei 77,5 kHz berechnet werden.Die Magnetflussdichte beträgt in diesem Fall ca. 3,3 pT. Mit einem angeschlossenen Messempfänger RSP2Plus kann dann die Eingangs-Amplitude am Eingangswiderstand von 50 Ohm gemessen werden. Dann muss aber noch über die zuvor gemessene Spulenimpedanz und Eingangsimpedanz des Messempfängers auf die induzierte Leerlaufspannung zurückgerechnet werden. Daraus läßt sich dann die Eigenschaften der Magnetfeld-Spule abschätzen und auf die Eingangs-Klemmenspannung des Sferics-RX bei 10 und 28 kHz schließen. ![]() Aus der Umkehrung der obigen Formel kann auf die Quellenspannung geschlossen werden und daraus dann die Eigenschaften des Sensors (als Antennenfaktor AF) ermitteln. |
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Links zu weiterführenden Informationen:
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